Visionen manifestieren

Um eine neue Vision in deinem Leben zu verwirklichen, braucht es eine sich wiederholende Ausrichtung auf diese Vision.

Wir wechselwirken ständig mit unserer Umgebung. Wir tun das über unsere Art zu denken und zu fühlen. Unser Denken und Fühlen bestimmt unser Handeln und die damit verbundenen Erfahrungen. Das Problem ist, dass dies größtenteils unbewusst geschieht - basierend auf alten Mustern und frühen Prägungen, sowie Erfahrungen, die wir zu einem Teil unserer Persönlichkeit gemacht haben. Und so gestalten wir unsere Zukunft immer wieder auf der Basis unserer Vergangenheit. Wenn du daran etwas ändern möchtest, braucht es eine Ausrichtung auf eine neue Vision und zwar folgendermaßen:

1.    Du kannst deine Vision deutlich vor deinem geistigen/inneren Auge sehen - mit möglichst vielen Details, was du dann tun wirst etc.
und mindestens genauso wichtig,
2.    Spüren zu können, wie es sich anfühlt, wenn diese neue Vision in Erfüllung gegangen ist.
3.    Am besten notierst du deine Vision (mit 3-4 konkreten Details) und ebenso die Gefühle, die die erfüllte Zukunftsvision in dir auslöst.

Beim schamanischen Coaching ist das Ziel immer eine neue Vision. Sie dient der Ausrichtung auf das neue Wunsch-Ich (z.B. nach der Lösung des Problems, nach der Heilung einer Krankheit, nach Erfüllung eines Wunsches). Früher habe ich meinen KlientInnen empfohlen, sich mit einem sog. Anker die neue Vision täglich vor Augen zu führen. Heute empfehle ich, inspiriert durch Joe Dispenza bzw. aufgrund eigener Erfahrungen eine tägliche Meditation, wie ich sie hier rechts zur Verfügung stelle: „Visionen manifestieren“

Meine 17-minütige Meditation (mit Monochord-Begleitung) kann für alles genutzt werden, was du in deinem Leben haben möchtest. Wichtig ist die Berücksichtigung der oben genannten Punkte und dass sich das Gewünschte ganz stimmig anfühlt für dich. Wenn du diese Meditation zu einem täglichen Ritual machst, wirst du deutliche Veränderungen erfahren. Du wirst spüren, dass du Gestalterin/Gestalter bist und durch deine klare Ausrichtung auf dein zukünftiges ICH dein Schicksal entscheidend beeinflussen kannst.

Gregg Braden gibt in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel, wie erfolgreiches Manifestieren funktioniert: Ein Freund, ein Cherokee-Indianer, wollte etwas gegen die Dürre in seinem Landstrich in Arizona unternehmen und Gregg begleitete ihn. Sie fuhren zu einem alten Ritual-Platz seines Stammes in der Wüste, an dem „die Haut zwischen den Welten besonders dünn sei“, wie der Cherokee-Freund anmerkte. Er zog seine Schuhe aus und betrat einen Steinkreis. Gregg beobachtete ihn. Der Freund schloss die Augen und verließ nach einigen Minuten den Kreis und äußerte Hunger. Gregg, der überrascht war, und erwartet hatte, Zeuge eines Regentanzes o.ä. zu werden, wollte wissen, was genau er gemacht habe. Der Cherokee meinte, er habe den Regen gerochen und auf seiner Haut gespürt und sei mit seinen Füßen im Matsch gestanden. Einige Stunden später zogen Regenwolken auf und dann regnete es heftig.

In unserem christlichen Kulturkreis spielt die Bibel eine wichtige Rolle. Leider fehlen im neuen Testament beispielsweise diese in Aramäisch überlieferten Worte von Jesus, hier in englischer Übersetzung:

 „All things that you ask straightly, directly … from inside my name, you will be given. Ask without hidden motive and be surrounded by your answer. Be enveloped by what you desire that your gladness be full.“ (Neil Douglas-Klotz, trans., Prayers of the cosmos: Meditations on the aramaic words of Jesus (San Francisco, CA, HarperSanFrancisco, 1994, pp. 86-87).

Und so haben die meisten von uns gelernt, dass es beim Beten darum geht, um etwas zu bitten, anstatt so zu tun, als ob der gewünschte Zustand bereits eingetroffen sei. Das nämlich ist der Schlüssel! Du musst dich quasi innerlich so wandeln, als ob dein Wunsch schon in Erfüllung gegangen ist und die Freude, Dankbarkeit etc. darüber fühlen können. Dankbarkeit ist übrigens das ultimative Gefühl, dass etwas bereits in Erfüllung gegangen ist und deshalb ein besonders wirksames Gefühl.

Dabei machen wir uns auch zunutze, dass unser Gehirn nicht unterscheiden kann, ob es sich um eine reale Erfahrung handelt oder einen Traum. Unser Gehirn passt sich an die neuen Muster an und weil es Zeit braucht, die neuen Vernetzungen zu stabilisieren, ist eine regelmäßige Wiederholung der Meditation wichtig.

Anmerkung: Ich würde es sehr schätzen, wenn du mir von deiner Erfahrung mit meiner Meditation berichtest. Bitte schreib‘ mir an info@drkarinbeck-delvalle.de.